Die Nachsuche
Die Nachsuche

Willkommen auf den Seiten des

(amtlich) bestätigten Nachsuchengespannes

"Der Busch"

CORONA

Die Jagd gehört zu den schönen Dingen, die unter Einhaltung der entsprechenden Auflagen auch weiterhin möglich ist.

Darum stehen wir auch weiterhin für Nachsuchen zur Verfügung.

 

Die Einhaltung der entsprechenden Regelwerke sollte dabei kein Problem sein.

Nachsuchen und Kontrollen von ungeklärten Situationen sind eine gesetzliche Pflicht und eine Ehrensache für jeden, der mit Wild in freier Natur zu tun hat. Auch an Verkehrsunfällen beteiligtes oder krank gesichtetes Wild muß nachgesucht werden.

 

Die Nachsuche soll Tierleid mindern.

Die Nachsuche dient allein dem Tierschutz und dafür ist es völlig unwichtig, wie es zu der für das Tier "misslichen" Lage kam.

 

Aber nicht jeder Jäger oder Revierinhaber kann einen Hund führen, mit dem er eine anspruchsvolle und tierschutzgerechte Nachsuche sicher angehen kann. Schweißhunde müssen nach einer sehr aufwendigen Ausbildung mit anspruchsvoller Arbeit intensiv ausgelastet und ständig in der Routine gehalten werden.

Wenn der große Aufwand für ein einzelnes Individuum mitunter übertreiben scheint - Mitgefühl folgt keiner Logik.

Jagd und Mitgefühl gegenüber unseren Mitgeschöpfen sind kein Widerspruch, der Jäger will den Geschöpfen seiner Umwelt mit Achtung und Respekt begegnen.

 

Die gesetzlichen Grundlagen

§ 28 NJagdG Schweißhundführung

Wer von der Jagdbehörde als Führerin oder Führer eines bestimmten Schweißhundes bestätigt ist, darf mit diesem krankgeschossenes oder schwerkrankes Schalenwild, das den Jagdbezirk wechselt, nachsuchen.

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Die Führerin oder der Führer des Schweißhundes darf bei der Nachsuche Schußwaffen führen und das nachgesuchte Wild erlegen.

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Unsere Grundsätze der Schweißarbeit

 

Schweißhundearbeit ist Dienst am Wild,                                                        
nicht der persönlicher Erfolg, sondern der Tierschutz steht im Vordergrund.

       

Geeignete und wildscharfe Schweißhunde: die Hunde weisen durch anspruchsvolle Prüfungen und durch einen fortlaufenden Leistungsnachweis ihre Eignung nach und verfügen über eine vernünftige Wildschärfe. Die Hunde werden ständig in der Routine gehalten, ein hoher Leistungsstand ist das Ziel.

 

Professionelles Arbeiten mit dem Ziel das kranke Wild zu finden: eine professionelle Ausrüstung für Hund und Rüdemann, mit GPS-Ortung, Schutz- und Warnkleidung, Funkverbindung und geeigneter Bewaffnung sollen dem Erfolg dienen.

 

Verschwiegenheit: Über die Nachsuche werden nur die direkt betroffenen Personen informiert. Andere Personen erhalten keine Informationen über die Nachsuche.  Auch prüft der Nachsuchenführer nicht, ob der Abschuß korrekt war oder ansonsten "alles richtig" verlaufen ist.

Wir sind als Schweißhundegespann durch die Jagdbehörde in  Wolfsburg  (Niedersachsen) nach §28 NJagdG bestätigt.

Der bestätigte Nachsuchenführer muß einen Leistungsnachweis führen, der den Behörden für jedes Jagdjahr vorgelegt wird.

Die Brandlbracke "Sir Lancelot"

Was suchen wir?

Praktisch alles Haarwild.

Mit der Nachsuchenarbeit ist es wie mit der freiwilligen Feuerwehr: kommt der Notruf, läuft der eingeübte "Alarmplan" an. Nicht viel diskutieren - retten.

 

Warum kostet die Suche nichts?

Auch das ist wie bei der Feuerwehr: der Betroffene könnte aus finanziellen Erwägungen zögern oder eigene, halbherzige "Löschversuche" unternehmen und so vielleicht mehr Schaden anrichten und das Problem noch vergrößern.

Wenn Sie eine kleine Spende geben wollen, werden wir diese gewissenhaft verwenden.

 

Die Hunde

Die Kärntner - oder Brandl -  Bracken sind erprobte Hunde auf der Wildfährte. Sehr wahrscheinlich handelt es sich um die direkten Nachfahren einer "Urform" der jagenden Hunde: den Keltenbracken, einer der ältesten Jagdhundetypen überhaupt.

Bracken werden seit vorchristlicher Zeit für ein sehr kontinuierliches Leistungsprofil gezüchtet, aus ihnen entstanden viele Jagdhunderassen auch die BGS und HS.

Die Brandlbracken sind auf der Fährte sehr leistungsfähig und in der Kooperation mit dem Menschen sehr leistungsbereit, sofern dieser es versteht, sich auf ihre ureigene "Strategie" einzulassen.

Sie sind gesund, jagen intelligent, selbstständig und scharfsinnig. Werden sie frühzeitig und konsequent eingearbeitet, "brennen" sie, mit beeindruckendem Finderwillen, für die Nachsuche.

Ihr Credo ist nicht nur die "Nasenleistung", sondern insbesondere ihre Fähigkeit eine Krankfährte in ihrer geruchlichen Komplexität zu analysieren und zu "interpretieren". So sind ihnen bereits die nächsten Schritte ihrer Arbeit klar, während der Hundeführer noch "hinterher stolpert". Sie "schauen voraus", wissen stets was zu tun ist und haben sich so den Ruf der Scharfsinnigkeit erworben.

Allerdings müssen sie auch regelmäßig "arbeiten", sie wollen und brauchen Routine. Ansonsten werden sie unleidlich.

 

Meine Hunde werden ausschließlich als Schweißhunde geführt und sind absolute Spezialisten, sie sind konsequent auf krankes Wild fokussiert. Das Verweisen von gesundem Wild ist sozusagen ein Nebenprodukt.

Wie auch der Wolf, lernen sie in ihrer Ausbildung bereits als Welpe, daß die Jagd auf krankes und schwaches Wild viel erfolgversprechender ist, während die Jagd auf gesundes Wild "mühsam" und meist erfolglos ist.

 

Eine Saison bringt meist über 100 Einsätze zusammen.

Weidgerechtigkeit

ist ein "unbestimmter Rechtsbegriff". Da Gesetzesübertretungen im Zusammenhang mit Tierleid so schwierig "zu fassen" sind, ist der Gesetzgeber aber auch die nichtjagende Öffentlichkeit zunehmend bestrebt das geltende Tierschutzgesetz anstelle der Weidgerechtigkeit im jagdlichen Geschehen konkret zur Anwendung zu bringen.

Zwei "Kardinalforderungen" des Tierschutzgesetzes lassen sich herauskristallisieren:

liegt ein vernüntiger Grund zur Tötung des Tieres vor und wird alles getan um Tierleid zu vermeiden. (§1 und §4 TierSchG)

Auch die nur eventuelle "Inkaufnahme" von Tierleid wird zunehmend in den Fokus geraten.

Die geltende Gesetzeslage auf den Punkt gebracht, bedeutet das auch jetzt schon:

jeder abgegebene Schuß, der nicht unmittelbar zu Beute führt, ist fachgerecht zu kontrollieren.

Fachgerecht heißt: kommt der eigene brauchbare Jagdhund nicht zum Ziel, ist ein anerkanntes Nachsuchengespann hinzuzuziehen. Einen Fehlschuß ohne Hund zu kontrollieren, wird nur in absoluten Ausnahmefällen genügen, wenn ich den Verbleib des Geschosses eindeutig weit entfernt des bejagden Wildes erkennen kann.

Das Nichtvorhandensein von Schweiß, Gewebe oder Schnitthaar, das Fehlen jeglichen Zeichnens, die Sichtung des augenscheinlich "gesunden" Wildes sind keine Gründe eine Kontrolle bzw. Nachsuche zu unterlassen.

Diese Forderung wird der professionellen Nachsuche auch weiterhin stark zunehmende Bedeutung zumessen.

Jüngst gesprochene Gerichtsbeschlüsse zeigen die Richtung auf: Nachlässigkeit bei der Verhinderung oder der Verminderung von Tierleid wird nicht geduldet.

Aber das ist ja auch eine "Grundforderung" der Weidgerechtigkeit.

Die Jäger sind gut beraten dieses Thema sehr ernst zu nehmen. Das viele Nachsuchenführer dieses Thema ernst nehmen, zeigt auch die zunehmende Professionalisierung der Nachsuchenarbeit.

Anfordern -auch für Kontrollen- müssen uns natürlich die Jäger, die wir dazu immer wieder ermutigen wollen.

Die Brandlbracke "Doktor Zhivago"
www.waidgerechte-jagd.de

Ruf   0177 4316091

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