Die Nachsuche
Die Nachsuche

Warum Brandlbracken

"Warum suchst Du nicht mit dem HS oder dem BGS?"

Diese Frage höre ich des Öfteren.

"Zur Schweißarbeit gehören doch einfach die altbekannten Schweißhunderassen ..."

Abgesehen von der Tatsache, daß "Schweißhund" eine Tätigkeitsbeschreibung und keine Rassebezeichnung ist, kommt man ja meist durch irgendeine Geschichte zu einer bestimmten Hunderrase:

nachdem ich also einen sehr dekorativen aber jagdlich nicht überzeugenden Vorstehhund hatte, wollte ich wieder einen Vollblutjäger an meiner Seite haben, einen Hund, der schon von seinen Anlagen her viel Potential mitbringen würde.

So kam meine erste Bracke ins Haus und wurde zu einem möglichst universell einsetzbaren Jagdhelfer ausgebildet, dieser Rüde zeigte dann aber derart überzeugende Leistungen auf der Krankfährte, daß plötzlich die Frage im Raum stand: was darf ich von diesen Hunden wohl erwarten, wenn ich ihnen eine wirklich sorgfältige Ausbildung zum Schweißhund angedeihen lasse?

Mich interessierte die Nachsuchenarbeit zwar, diese stand aber, über den "Hausgebrauch" hinaus, bis dahin gar nicht im Fokus meiner Bemühungen.

Diese Bracke forderte mich allerdings heraus. Das musste jetzt auf den Punkt gebracht werden - ich wollte es wissen.

Auch war klar geworden, daß ein Bedarf für die Nachsuche bestand, kamen doch reichlich Anfragen herein, als die Leistungen dieser Bracke bekannt wurden.

 

Ab sofort ging ich planvoll und stretegisch vor.

Ein neuer Bracken - Welpe gesellte sich zur älter werdenden Bracke, schon vorab wurde ein erfahrener Altmeister des Faches kontaktiert und seine Hilfe gesichert, Ausrüstung probiert und beschafft, Wissen angeeignet und ich nahm mir sehr, sehr viel Zeit diesen Hund sorgfältig auf die Nachsuche zu spezialisieren.

Er enttäuschte mich nicht.

Der Kommentar des Prüfungsleiters nach der bestandenen Verbandsfährtenschuhprüfung und über hundert Übungsfährten: "... mit dem kommt man immer an."

Die Erfolge stellten sich schnell ein, brachten vermehrt Anfragen aus der Jägerschaft. Die Suchenfrequenz nahm "professionelle" Ausmaße an, die Arbeiten wurden anspruchsvoll. Ich fand mich in einer ausfüllenden und hochspannenden "Aufgabe" wieder.

Die Erlangung der Anerkennung als Nachsuchengespann durch die Jagdbehörde war dann einfach folgerichtig.

Heute nehme ich die Nachsuchenarbeit als eine wichtige und vornehme Aufgabe der Jagd wahr, sie bereitet viel Freude, ist anspruchsvoll und zutiefst erfüllend.

Über 100 Einsätze kommen in einer Saison meist zusammen.

 

Längst stehe ich in intensivem Austausch mit versierten HS und BGS Führern und sehe diese Hunde bei fabelhaften Arbeiten. Die Brandlbracken können das Niveau der klassischen Schweißhunderassen problemlos erreichen. Immer mal wieder frage ich mich dennoch: soll ich mal "umsteigen"? Dann sage ich mir: du hast dich nun so intensiv in den Charackter der Brandl´s und ihre Arbeitsweise eingearbeitet, warum diese Erfahrungen wieder fahren lassen ...?

Auch gefällt mir die elastische "Sportlichkeit" der Brandlbracken, die sie bei der Arbeit hart am Wild mit sichtbarem Enthusiasmus ausleben und die -bei entsprechendem Training- lange erhalten werden kann.

Wie sich die anlagebedingten Degenerationserscheinungen durch einen genetischen "Flaschenhals" im Zuchtgeschehen für die verschiedenen Hunderassen in Zukunft entwickeln werden, wird man sehen. Das "in Mode kommen" insbesondere des BGS bei "Nichtnachsucheführern" und sogar "Nichtjägern" macht mir Sorgen. Zuviele Hunde bleiben so ein Leben lang weit unter ihren Möglichkeiten und haben nie die Gelegenheit ihre Tauglichkeit (oder auch Untauglichkeit) unter Beweis zu stellen. Und zuviele Hunderassen sind so bereits für die Jagd verloren gegangen, weil ihre Fähigkeiten in der Massenzucht zur Mittelmäßigkeit verwaschen wurden. Wie soll eine Auswahl der Vererber nach Leistung stattfinden, wenn beim immer größer werdenden Teil des Nachwuchses die Leistung nicht mehr abgerufen wird. Wenn von einem ganzen Wurf nur ein einziges Individuum seine Tauglichkeit wirklich beweisen kann?

Auf der Nachsuche aber brauchen wir kontinuierlich Spitzenleistungen durch "Spitzenhunde".

Welche Hunderasse wird uns in Zukunft diese faszinierende Performance bieten?

 

Scharfsinnig, elegant, angenehm.

Der Spurihunt

 

Si autem seucem qui in ligamine vestigium tenet, quem spurihunt dicunt, furaverit, cum VI sold conponat et similem aut ipsum reddat.

 

Wenn einer einen Jadghund, der an der Leine die Spur verfolgt, den sie "Spürhund" nennen, stiehlt, büße er mit sechs Solidi und erstatte einen gleichwertigen oder eben diesen.

(Lex Baiuvariorum, Bayernrechte, 7. Jahrhundert)

 

Bis in die Spätantike war auch dem gemeinen Volk die Jagd auf freilebendes Wild gestattet, sie bildete immer noch ein Teil der Nahrungs- und Tierproduktebeschaffung, obgleich sich schon die Jagd als Privileg der Obrigkeiten herausbildete. Insbesondere die Jagd auf wehrhaftes Wild war geeignet dem adligen Jäger ein Zuwachs an Ansehen zu verschaffen. Im Frühmittelalter wurde die Jagd dann ein ausschließliches Privileg des Adels und anderer, z.B. kirchlicher Obrigkeiten und war für das gemeine Volk, teils unter Androhung der Todesstrafe verboten.  

Die Geschichte der Jagdhunde ist lang. In der Eiszeit dienten sie in den Tundralandschaften weniger zum Aufspüren des, damals reichlich vorhandenen, Groß - Wildes, sondern hetzten das Wild, ganz nach ihren wölfischen Eigenschaften, um es zu fangen, zu töten und zu fressen, dazu war keine besondere Ausbildung nötig. Der Jäger hatte rasch herbeizueilen um etwas abzubekommen. Es würde absolut Sinn machen, wenn bereits hier den lautjagenden Individuen der Vorzug gegeben wurde, mußte der langsame Jäger doch der Hatz folgen können.

In der Forschung über den Ursprung des Menschen kursiert die aufregende Hypothese, daß die gemeinsame hocheffiziente Jagd mit "Wolfshybriden" dem in Mitteleuropa einwandernden Homo sapiens einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem ansässigen Homo Neanderthalensis verschaffte. Der Homo sapiens setzte sich durch, der Neanderthaler verschwand. Das war vor rund 40.000 Jahren.

Spätestens 10.000 bis 6.000 Jahre v. Chr entstanden verschiedene Hundetypen, die verschiedene Aufgaben wahrnahmen.

In der Spätantike wird es nochmal interessant, da die um diese Zeit entstehenden Gesetzescodizies sich der Jagdhunde recht detailiert annahmen. Die Lex Baiuvariorum und die Lex Alamannorum beides niedergeschriebene Gesetzescodizies oder "Bußkataloge" widmen dem Jagdhund gleich mehrere Abschnitte. Die Lex Baiuvariorum unterscheidet hierbei zwischen mehreren unterschiedlichen Hundetypen (Rassen) mit deutlich unterschiedenen Aufgaben im jagdlichen Geschehen.

Es gab den Leitihunt : „… den sie "Leithund" nennen“

Den Triphunt: „… den sie "Treibhund" nennen …“

Den Spurihunt: „… der an der Leine die Spur verfolgt, den sie "Spürhund" nennen…“

Den Bibarhunt: „… den sie "Biberhund" nennen und der unter der Erde jagd…“

Es gab den Windhunt, Hapuhunt (Habichthund)

Vom Suuarzuuild ist die Rede: „… Über solche Hunde, die Bären oder Rinder (Wildrinder) verfolgen, das bedeutet Großtiere, die wir "Schwarzwild" nennen: Wenn jemand einen von diesen tötet, büße er mit einem gleichwertigen und sechs Solidi. …“

„Wenn einer einen Jagdhund, der an der Leine die Spur verfolgt, den sie "Spürhund" nennen, stiehlt …“ (oder tötet)  muss diesen teuer vergüten. Im Lex Alamannorum wird der Diebstahl eines Spürhundes mit 12 Solidi gebüßt. Solidi war eine gemünzte Währung dieser Zeit. Für den täglichen Bedarf wurden allerdings kleineren Münze verwendet. Die Kaufkraft eines spätantiken Solidus war sehr hoch. Wenn man bedenkt, dass das Jahreseinkommen eines römischen Soldaten 4 – 5 Solidi betrug, lässt sich der Wert dieses Hundes erahnen. Eine Kuh kostete etwa 1 Solidus und stellte für einen gemeinen Bauern einen hohen Wert dar, wenn man bedenkt, dass ein durchschnittlicher Königshof mit rund 45 Kühen reich ausgestattet war. 50 Solidi kostete die Komplettausstattung eines adligen Panzerreiters (Ritter) mit Waffen, Rüstung, Brust - Panzerung und Sattelzeug, allein das Schlachtross schlug darin mit 12 Solidi zu Buche – auch für den adligen Ritter stellte dies ein großes Vermögen dar, warum diese Elitesoldaten auch mit Landgütern und Ländereien bedacht werden mussten.

Wir dürfen davon ausgehen, dass der Wert eines guten Spurihunt oder Laitihunt zur damaligen Zeit dem Wert einer heute deutlich sechsstelligen Summe in EURO entsprach - ein Eigenheim in hübscher Lage dürfte den damaligen Wert eines guten Jagdhundes wiederspiegeln.

 

Historisch wurde der Begriff  "Jagdhund" nur für Bracken und brackenartige Hunde verwendet, sogenannte „jagende Hunde“.

Bracken waren Hunde die selbstständig Wild suchten, hoben, verfolgten und fingen oder es stellten. Später mit Erfindung der Schusswaffen nutzten sie das Bedürfnis des Wildes sein "Revier" zu halten, um es zu seinem Herren zurück zu bringen, dieser wartete auf dem Fernwechsel und konnte das Wild erlegen bevor die Hunde das ermüdete Stück fangen konnten. Auch sollten sie (krankes) Wild binden, beziehungsweise "fangen" und wenn möglich töten. Sie durften sich auch von wehrhaftem Wild nicht beeindrucken lassen, sollten sich gleichzeitig aber auch nicht "opfern", da ein guter Jagdhund eben sehr wertvoll war. Intelligente Wildschärfe war nötig, lautes Jagen unerlässlich, da der entfernte Jäger wissen musste was der Hund gerade tat und wo er sich befand. Es nutzte dem Jäger nichts, wenn der Hund Beute machte und diese dann alleine auffressen konnte, weil der Jäger den Hund mit seiner Beute nicht fand.

(Bild oben: höfische Jagd um 1450 auf einem florentinischen Fresko, man beachte den oben in den Felsen suchenden Hund, schwarz mit wenig braunen Abzeichen, eine Bracke? Der Hund sucht mit tiefer Nase das in der Deckung steckende Wild).

 

Unsere Bracken gehören auch heute noch, wie schon ihre Vorfahren, zu den "hart am Wild arbeitenden" Hunden, ob es nun Raubwild, Hasen oder Schalenwild ist.

Damit ist der geforderte Eigenschaftenkanon, den diese Jagdhunde auch heute noch zeigen, klar - er ergibt sich aus der gewünschten "Handlungskette" eines "jagenden Hundes":

 

Anhaltendes Suchen mit tiefer Nase und interpretieren der gefundenen Spur im Hinblick auf die Erfolgsaussichten.

 

Verfolgen der Spur mit tiefer Nase, mit nicht endenwollendem Willen, hoher körperlicher Leistungsfähigkeit und gutem Orientierungssinn. Dabei absolute Konzentration auf ein Individuum.

 

Schärfe am Wild, ohne Selbstaufopferung und Beenden der Jagd nach dem Erfolg, mit selbständiger Kontaktaufnahme zum Rüdemann.

 

Möglichst wenig Gier, wenn es um das Fressen an der Beute geht.

 

Unbedingtes "lautes Jagen". (Heller Hals)

 

Dies ist wahrscheinlich die älteste Spezialisierung eines Hundetypus auf eine bestimmte Aufgabe, durch Auswahl der Leitungsfähigsten zur weiteren Vermehrung.

 

Die Büchse, mit weittragender Kugel, hat das jägerischen Handeln komplett verändert. Wir brauchen keine Hunde mehr, die das Wild für uns fangen und "festhalten". Auf der Nachsuche können wir dem "Brackenwunsch" nach freier Arbeit, hart am Wild aber dennoch einen gewissen Raum geben, um "Mißgeschicke" unter Tierschutzaspekten zügig zu bereinigen. Die einzige Situation, die es nach dem Tierschutzgesetz erlaubt ein Tier (den Hund) auf ein anderes zu hetzen.

Mich beeindruckt der schier nicht enden wollende Finderwillen, der diese Hunde problemlos über mehrere Tage auf einer Fährte halten kann, die Hartnäckigkeit mit der die Hunde eine schon mehrfach verlorengegangene Wundfährte wiederfinden wollen.

Mich beeindruckt ihre Fähigkeit eine Wundfährte auch völlig ohne Schweiß oder andere Pirschzeichen und auch ohne "Ansage"  als "krank" zu identifizieren und aus einem Bündel von gesunden Fährten und Verleitungen, auch mit noch weiteren Krankfährten, herauszulesen, ohne den Anschuß je gesehen zu haben.

Mich beeindruckt ihre scharfsinnige, ihre intelligente Art zu jagen, ihre umsichtige (keinesfalls bedingungslose) Schärfe am Ende einer Hatz, wenn sei eine Bail halten oder das Stück niederziehen und halten. Ihr Orientierungsvermögen ist legendär - aber auch die Selbständigkeit mit der sie ihre Arbeit angehen - eigentlich können wir sie nur "machen lassen", hinterher stolpern und ihre Signale lesen. Die wirklich ausgezeichnete, elastische, ja elegante Schnelligkeit, wenn die Bracke am Ende der Suche geschnallt, erst einmal Sichtkontakt zur Beute hat, ist eine Augenweide. Sie arbeiten "zielorientiert", schnell und engagiert. Die Riemenarbeit ist so allerdings manchmal eher eine "schaumgebremste" Hatz, mit der Nebenwirkung, daß sie sehr dynamisch sein kann. Dann blicke ich manchmal etwas neidisch auf die BGS und HS Führer mit ihren meist ruhigeren Hunden und den am Boden schleifenden Riemen.

 

Das diesen Hunden eigene Brackieren ist nicht mit dem Stöbern zu verwechseln. Die Bracke sucht "ihr" Wild auf der kalten Spur, arbeitet diese an, bis die Spur warm wird, hat sie "ihr" Stück gehoben, verfolgt sie es "mit lautem Hals" auch ohne Sichtkontakt und unter Ignoranz aller kreuzenden Spuren oder in Anblick kommenden Wildes. Dabei interessiert den Hund nur dieses eine Individuum. Kommt dieses Stück zur Strecke, ist diese Jagd für ihn vorbei - kläffende "Rumtreiberei" liegt diesen Hunden nicht. Diese angewölfte Konzentration auf ein Stück machen wir uns auf der Nachsuche zunutze - sie ist -gemeinsam mit dem Finderwillen- ein wesentliches Merkmal, das die Bracken so geeignet für die Nachsuche macht.

Und mit der modernen GPS Ortung können wir dem dringenden Brackenwunsch nach "freier Arbeit" auch etwas früher und häufiger nachgeben. Wo wir früher sicherstellen mußten den Hund nicht außer Hörweite zu verlieren, um schnell zur Bail aufschließen zu können, verfolgen wir heute die Arbeit des Hundes detailliert auf dem Bildschirm, sogar sein Geläut wird übertragen. Denn das freie Arbeiten, weit außerhalb des Einflußbereiches seines Rüdemannes, ist ohne Zweifel das Credo der Bracken.

Wer einen universell einsetzbaren Hund sucht, der beim Spazierengehen im Revier möglichst brav "am Mann" bleibt und sich auch noch direkt am Wild abrufen läßt, wird die Bracken nicht lieben. Auch den immer freundlichen und genügsamen Gesellen für alle Gelegenheiten, in der Flur und unter Menschen, wird die Brandlbracke nicht abgeben - ihr "Nachteil" ist hier, daß sie größten Wert auf Selbständigkeit legt, welche für
ihre Arbeit als Schweißhund seht wertvoll ist und natürlich auch nicht unterbunden wird.

Die Brandlbracke will Probleme eigenständig und intuitiv lösen.

 

Meine Bracken fordern "ihren Einsatz" ein, ohne diesen werden sie mißlaunisch und es ist dann nur eine Frage der Zeit und sie organisieren sich ihre "Jagdgelegenheit" selbst, es sei denn, sie liegen ständig an der Leine. Auch sind sie von einfachen Suchen, ohne Hetze, ohne Stellen oder Niederziehen oft unterfordert. Dann sitzen sie unzufrieden im Auto und können "zickig" werden.

Bracken werden oft als leichtführig bezeichnet, ich teile diese Ansicht nur bedingt: sie sind leichtführig, wenn sie "ihre Arbeit" selbstständig und "intuitiv" machen können, ihrem Trieb folgend.

Bracken sind empfindlich und nachtragend. Sie arbeiten nicht, weil sie über viel Disziplin verfügen oder sich leicht einer guten Dressur unterziehen lassen, sondern weil wir ihnen die Gelegenheit verschaffen ihre Passion nach ihrem Gusto, frei auszuleben - dann allerdings wissen sie erstaunlich präzise, was von ihnen gefordert wird. Bracken lassen sich nur ungern oder gar nicht rekrutieren und während die meisten Vorstehhunde auch dann noch funktionieren, wenn sie nicht so gut gelaunt sind, kann dieses bei einer Bracke durchaus zum Totalausfall führen, zum Beispiel durch eine einzige etwas zu harsche Ansprache des Hundeführers - und die prompte Arbeitsverweigerung können sie mit geradezu provokanter Ignoranz durchhalten. Die Bracke dreimal zu heftig am "Hals gerissen", weil sie unaufgefordert Wild verfolgen wollte, kann beudeuten, daß sie das Jagen für uns einstellt und mit ein wenig Pech, hält sie das sehr konsequent durch.

 

Kann die Brandlbracke aber "ihre Jagd" nach "ihrem Modus" in Angriff nehmen, darf man eine "Performance" erwarten.

 

Zuletzt schätze ich -auch wenn das elitär erscheinen mag- die Abriegelung der Zucht durch ausschließliche Weitergabe der Welpen in aktive jägerische Hände, denn es zeigt sich, daß eine Jagdhunderasse nach der anderen, wenn sie auch als Familien- und Gesellschaftshund entdeckt wird, in Mode kommt und in Massen auf irgendwelche "Formwerte" hin gezüchtet wird, deutlich an Passion und daraus folgend auch an "jagdlicher Intelligenz" verliert. Und das Zuchtziel: "völlig frei von jeglicher Agression", prädestiniert einen Hund sicherlich nicht zu jagdlicher Passion. Auch ist bei einer großen Anzahl von Individuen in nicht jägerischen Händen, die Leistungsfähigkeit nicht mehr überprüfbar.

 

Die Bracken sind zweifellos Vollblutjäger.

Suchen - Verfolgen - Fangen und das mit "wölfischer" Ausdauer, das ist ihr Credo.

Ruf   0177 4316091

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